Case Study 03 / 2026 — Brand & Web

MOORA

Eine Marke aus Ton, Geduld
und einem zweiten Frühling.

— Case Study

Wie ein kleines Atelier am Rand der Schwäbischen Alb seine eigene Sprache fand — leise, geerdet, und stark genug, um auf Instagram ausverkauft zu sein, bevor das Brennen vorbei ist.

Werkstatt-Moment, Spätsommer 2026
Kunde MOORA Keramik
Leistungen Brand, Web, Print
Branche Handwerk
Status Konzept, 2026

Wenn Hannah ihre Drehscheibe anwirft, wird es still. Nicht laut-still wie in einem leeren Raum, sondern dicht-still wie in einer Kirche. Genau diese Stille wollten wir zur Marke machen.

Hannah kam mit einer klaren Idee zu mir: MOORA sollte mehr sein als ihr Atelier-Name. Es sollte eine Welt sein, in die man kurz eintauchen kann — bevor man im Onlineshop landet und merkt, dass die nächste Charge erst in vier Wochen aus dem Ofen kommt.

Was sie nicht wollte: hippe Foodie-Ästhetik, generische Boho-Bilder, das übliche „handgemacht mit Liebe“ auf jedem zweiten Etikett. Was sie wollte: eine Marke, die so ruhig ist wie ihre Werkstatt. Die nicht über sich selbst spricht. Die wirkt, statt zu erklären.

Wir haben drei Monate lang gemeinsam gearbeitet. Mit Tonproben auf dem Tisch, Skizzen auf Pergamentpapier und einem Moodboard, das mit jedem Treffen ein bisschen erdiger wurde. Am Ende stand keine Marke, die laut „Hier!“ ruft — sondern eine, die einfach da ist.

— Die Herausforderung

Eine leise Stimme in einem lauten Markt.

Der Markt für handgemachte Keramik ist überfüllt. Jedes Atelier fotografiert ähnlich, schreibt ähnlich, verkauft ähnlich. Wie also etwas erschaffen, das auffällt, ohne zu schreien?

Dazu kam der Anspruch, dass die Marke nicht nur online funktioniert, sondern auch in Hannahs winzigem Hofladen, auf Töpfermärkten und auf den Versandkartons, die in ganz Europa unterwegs sind.

— Die Antwort

Weniger erklären. Mehr zeigen.

Wir haben die Marke radikal entschlackt: Eine einzige Wortmarke in geschnittener Serif. Eine Palette aus fünf Erdtönen plus einem ruhigen Salbei als Akzent. Und Fotografien, die Hände, Werkzeuge und unfertige Stücke zeigen — nicht das Endprodukt im Studio-Licht.

Das Ergebnis ist eine Markenwelt, die sich anfühlt wie ein Werkstattbesuch: warm, unaufgeräumt im richtigen Maß, mit dem Geruch von feuchtem Ton.

Yvonne hat nicht designt, was ich gesagt habe.
Sie hat designt, was ich gemeint habe.

Hannah M. Gründerin, MOORA Keramik
Was entstanden ist

Eine ganze Welt aus einer Idee.

Von der ersten Logo-Skizze bis zum Versandkarton — alles aus einem Guss.

  • — 01 Brand Identity Wortmarke, Sub-Marken für Kollektionen, vollständiges Style-Manual auf 28 Seiten.
  • — 02 Webdesign & Shop Shopify-Theme nach Maß, kuratierte Produktdarstellung, ein Journal für Werkstattgeschichten.
  • — 03 Papeterie & Print Etiketten, Visitenkarten, Versandkarten mit Danke-Notiz, Sticker-Set für Versandkartons.
  • — 04 Visual Content Instagram-Templates, Newsletter-Layout, Foto-Direktive für Hannahs eigene Aufnahmen.
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